Januar – Juni 2014

Januar – Juni 2014


 

Chris Leuenberger – ORGANIZATION

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Im Solotanzstück ‚Organization‘ stellt sich Chris Leuenberger der Aufgabe sein Leben auf die Reihe zu kriegen. Mit Hilfe von Ausdruckstanz, Yoga und Naturjodel rettet er sich aus einer vermeintlichen Midlife-Crisis, in welcher seine Karriere und sein Selbstwertgefühl an einer Überdosis von Möglichkeiten und mangelnder Entscheidungsfähigkeit in die Brüche zu gehen drohte.
Kernstück des Solos ist eine kurze Tanzphrase, die als Versuchsanordnung immer wieder neu in den Raum gezeichnet und mit unterschiedlichen Atem- und Tonpartituren unterlegt wird. Bevor die Phrase jedoch getanzt werden kann, organisiert Chris das Geschehen im Raum vom Kleinsten bis ins Komplexe und vom Offensichtlichen bis ins Absurde. Dabei setzt er bei der eigenen Atmung an und versucht sogar die Atemführung des Publikums für seine Zwecke zu gewinnen


 

Cosima Grand & Oliver Roth 

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Rezension zum Showing:

„Der ganze Durchlauf ist wie ein Parcours angelegt. Die Tänzerin geht durch verschiedene Stationen, bei denen sie unterschiedliche Aufgaben absolviert. Zum Beispiel kifft sie Musik oder versucht sich an die Choreographie vom Vortag zu erinnern. Dazu werden Sounds, Bilder, Texte und Videos beigesteuert. Die Erinnerungen der Tänzerin sind ihrer Natur gemäss assoziativ und flüchtig. Durch das spontane Erinnern und die dazu eingespeisten Texte und audiovisuellen Assoziationen entsteht ein Teppich und Gemenge an augenscheinlichen Gedankengängen, die das Erinnern als Vorgang und seine Konstitution auf vielschichtige Weise darstellt.“


 

Diane Gemsch, Zoe Gyssler, Piero Guiciardi, Micha Bietenhader und Timo Ullmann

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2 Tänzerinnen, 1 Musiker, 2 Installationskünstler, Kameras, Laptop, Beamer, Technik & viel Kabel kamen während 6 Tagen im Tanzzentrum Sosta in Leuk zum 1.Mal zusammen.
In dieser 1. Phase der Recherche setzten sie sich damit auseinander, wie Technik mit Tanz verbunden werden kann. Eine Gegenüberstellung vom Körper im virtuellen Raum zum Körper im realen Raum.
Wie reagiert mein generiertes Abbild auf mich und wie ich auf mein Abbild? Kann Bild und Original eins sein und durch welches identifiziere ich mich?


 

Cie trop cher to share – ARCADIA

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Die “Cie trop cher to share” aus Biel bot am Samstag, 26. April um 17.30 Uhr im Tanzzentrum SOSTA Einblicke in ihr Schaffen. Während zwei Wochen arbeiteten die Künstler_innen in Leuk an ihrem neuen Projekt ARCADIA.

In ARCADIA setzten sie sich mit dem “Heimatbegriff” von ausgewanderten Schweizern in Araukanien (Chile) auseinander – Was bedeutet für sie Heimat? Verstehen sie sich als Schweizer oder als Chilenen, oder als beides? Was verstehen sie unter Schweizer Kultur? Wie leben sie Schweizer Kultur? Und warum?


 

Aïcha El’Fishawy, Elodie Aubonney, Valentine Paley – Aqua Mystica

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Die drei jungen Tanzschaffenden Valentine Paley, Aïcha El Fishawy und Elodie Aubonney aus Genf sind für zwei Wochen nach Leuk gekommen und haben sich auf die Suche nach Abenteuer und Erkundun- gen im alten Leuk gemacht. Dort stiessen sie auf das Leuker Beinhaus mit den 20‘000 Schädeln und dem einem gestohlenen Schädel. Daraufhin haben sich die drei Frauen mit verschiedenen Totentänzen und der Mystik des Dorfes auseinandergesetzt.

Das Showing im Tanzzentrum SOSTA bestand aus ei- ner Performance-Improvisationsstruktur. In dieser Improvisation entstanden historische, persönliche und humorvolle Handlungen, welche den Zuschauer zum Reflektieren und Schmunzeln eingeladen haben. Begleitet wurde das Showing von einer Ausstellung des während den zwei Wochen gesammelten Arbeits- materials.


 

Guillaume Guilherme mit Alma Palacios und Lisa Vilret – Les Deux

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Nach seiner Ausbildung am Marchepied in Lausanne, Coline in Istre (F) und P.A.R.T.S in Brüssel arbeite- te der Genfer Guillaume Guilherme als Interpret bei grossen Namen der internationalen Tanzszene, wie Yvonne Rainer, Mathilde Monnier und David Zambra- no. Seine ersten Schritte als Nachwuchschoreograf macht er 2007 mit Une heure de table am Festival FTUL in Lausanne und dann 2010 mit Pas grand’chose am Festival Imaginez Maintenant Marseille. 2013 wurde sein Stück Un nu, ein Solo für eine Tänzerin, am Festival Antigel in Genf gezeigt.

In Leuk arbeitete er während einer Woche gemein- sam mit den Tänzerinnen Alma Palacios und Lisa Vil- ret am Stück LES DEUX. Dieses Stück wird im April, anlässlich der Quarts d’heures de Sévelin, der Platt- form für junge Choreografen des Theaters Sévelin in Lausanne, gezeigt.

Am Ende der Residenz gestaltete Guillaume ein Ateli- er, in dem er ausführlich seine Arbeit als Choreograf vorstellte und Einblicke in seinen Arbeitsprozess bot. Danach zeigten die zwei Tänzerinnen eine Arbeitse- tappe des Stückes. Die Atelierteilnehmer konnten sich anschliessend selber an ein paar spielerischen Experimenten beteiligen. 


 

Kati Korosuo – DANCES TO A BEAT

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Die finnische Tänzerin und Choreografin Kati Korosuo lebt und arbeitet zwischen Helsinki, und der Schweiz, wo sie in den vergangenen Jahren in Projekten von Oded Littman, Cynthia Gonzalez, Astrid Künzler- Büchter und dem Tanzhaus Zürich mitgewirkt hat.

In Leuk arbeitete sie während zwei Wochen gemein- sam mit den Tänzerinnen Doriane Locatelli und Mir- jam Bührer am Projekt Dances to a Beat. Der Grund- stein für dieses Projekt wurde während einer Residenz im Tanzhaus Zürich im Mai 2013 gelegt. Im Volksroom in Brüssel und in Une université d’été parisienne, Ré- collets in Paris hat sie das Projekt im Sommer 2013 weiterentwickelt.

Kati Korosuo hielt am Ende ihrer Leuker Residenz ei- nen Workshop und ein Showing.