Juli – Dezember 2014

 

Juli – Dezember 2014


 

Aina Alegre & Charlie Fouchier – DELICES

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Aina Alegre ist 1986 in Barcelona geboren. Sie lebt und arbeitet heute in Paris. Neben dem Studium in Soziologie folgte Aina in Barcelona einer multidisziplinären Ausbildung, die Tanz, Gesang und Theater miteinander verband. 2007 machte sie die Ausbildung am CNDC d’Angers unter der Direktion von Emmanuelle Huynh. Seit 2009 entwickelt sie ihre eigene künstlerische Arbeit. 2011 kreiert sie die Performance LA MAJA DESNUDA DICE, welche 2012 zum Stück NO SE TRATA DE UN DESNUDO MITOLOGICO ausgebaut wird. Sie ist Interpretin in CASSETTE, BATTEMENT und VEINE von David Wampach, in Pacifique von Nasser Martin Gousset, welches 2012 im Théâtre de la Ville in Paris uraufgeführt wurde. Aina tanzte ebenfalls im Stück PHREN von der Schweizer Choreografin Fabienne Berger, in dem sie 2013 im Theater Arsenic in Lausanne und in Fribourg auf der Bühne stand. Aina hat als Schauspielerin in diversen Filmen mitgewirt. In Leuk wird sie mit dem Tänzer Charlie Fouchier am Duo DELICES arbeiten.

DELICES fait référence au délicieux, au désir, à la pulsion et à lʼexpérience du corps de lʼautre. Lʼenjeu de ce projet est de construire une figure à deux: travailler en DUO pour créer un seul corps. Jʼai imaginé une «danse» basée sur lʼidée dʼabsorber lʼautre, de se fusionner. Quʼest ce que le fait de désirer ne plus appartenir à notre corps ? De vouloir le prêter à lʼautre, au jeu, à la bataille… Jʼai voulu tenter une création vers un corps multiforme. (Aina Alegre)


 

Emma Murray 

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Emma Murray ist eine Neuseeländische Tänzerin und Choreografin, die seit einigen Jahren in Bern lebt und arbeitet. In Bern tanzte sie ab 1999 im Bern Ballett unter der Leitung von Félix Duméril und den späteren Direktoren Stijn Celis und Cathy Marston. Emma verliess das Bern Ballett im Januar 2008 und ist seitdem freiberuflich als Choreografin, Tänzerin, Schauspielerin und Lehrerin tätig. Von ihren fünf eigenen Stücken wurden drei in Koproduktion mit der Dampfzentrale Bern produziert. Emma hat mehrere Residenzen in der Gessnerallee Zürich und dem Tanzhaus Zürich absolviert und hat eine Einladung der Tanz Werkstatt Berlin zur Teilnahme an der „Chalet Suisse Residency“ von Pro-Helvetia erhalten. Sie zeigte ihre Arbeit am „Tanz im August“ in Berlin und an den „Schweizer Tanztagen 2013“ in Basel und Zürich. Emma wird seit dem Jahr 2013 von der Stadt Bern zur „Unterstützung ihre künstlerischen Entwicklung – in Anerkennung ihrer zunehmenden Präsenz in der lokalen und internationalen Tanzszene für 2013/2014“ gefördert. In der Spielzeit 2013/14 ist Emma zudem Artist in Residence in der Dampfzentrale Bern.


 

Ewa Dziarnowska – immediate sketch, not long past

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Warum denkst du an rot, wenn ich von Expressionismus spreche?
Warum denkst du an rot, wenn ich von Abstraktion spreche?
Was passiert, wenn du abstrakten Expressionismus mit dem Fehlerhaften, der Unfähigkeit und dem Verlust kollidieren lässt? 
Wie nah liegt das Aussergewöhnliche und das Abwesende in Verbindung zur puren Farbe?
Können Rothko und Barthes zusammen Tanzen?
Ewa Dziarnowska (PL) studiert am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin im Studiengang „zeitgenössischer Tanz, Kontext, Choreografie“. Davor absolvierte sie eine Ausbildung an der SEAD, Salzburg Experimental Academy for Dance.

 

Erika Pirl & Céline Fellay – VALS

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VALS ist eine Begegnung zwischen zwei Personen unterschiedlicher Herkunft. 

Das Duo entstand aus der Notwendigkeit des Austausches zwei verschiedener Kulturen. 
Das Bedürfnis vom anderen wahrgenommen zu werden und voneinander zu lernen führt dazu, die eigene Identität zu hinterfragen.
Der Austausch, die kulturellen Einflüsse sowie die jeweiligen Eigenheiten bilden Identität. Die täglichen Gesten aus dem „valle del Sur“ vermischen sich mit Gesten aus traditionellen Festen der Schweiz… Zwei Gestalten die sich tanzend im Raum bewegen, nach Harmonie suchen und manchmal mit Kontrasten spielen…links herum, rechts herum. Zwei Personen, die sich gegenseitig tragen, ihr Gewicht teilen…ihre Geschichte teilen. Die gemeinsamen Gesten werden zu einem Dialog…zu einem Moment des Austausches, zu einem gemeinsamen Vokabular.

 

Lucie Eidenbenz – Tschägg

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Nach einem Bachelor in Geisteswissenschaften absolvierte die Genfer Choreografin und Tänzerin Lucie Eidenbenz die Ausbildung Exerce in Montpellier, unter der Leitung von Mathilde Monnier. Seither hat sie mit namhaften Choreografen wie Marco Berrettini, Laura Kalauz, Mathilde Monnier, Maya Boesch, dem Kollektiv Superamas und anderen zusammengearbeitet. Sie kreierte auch ihre eigenen Tanzstücke, wie zum Beispiel Traum Project, 2010 im Theater Usine in Genf uraufgeführt, oder die zwei Solos Animals are like water in water und The Boiling Point, mit welchen sie durch Frankreich, Rumänien, Deutschland und Italien tourte. Lucie ist Mitglied des Künstlernetzwerkes Sweet&Tender, welches alljährlich eine Research- und Austauschplattform verschiedener Künstler organisiert. 2012 war sie Kuratorin dieser Plattform, die in der Dampfzentrale in Bern stattfand.

Ausserdem unterrichtet Lucie Tanz und Theater in Genf und kreiert verschiedene Performances mit bildenden Künstlern und Musikern.

In Leuk wird sie an Tschäggättä et moi arbeiten, welches anlässlich des Oh! Festivals Valais Wallis Arts vivants 2015 uraufgeführt wird.


 

Lea Moro, Linda Sepp & Annegret Schalke – (b)reaching stillness

(b)reaching stillness untersucht die wechselseitige Beziehung von Stille und Bewegung. Die Choreografie beruht auf dem Konzept des L´ instant figé (erstarrter Moment), von der Stillleben Malerei kommend, der den Betrachter einlädt den physischen Körper im Zustand der stillen Dynamik zu beobachten. Der choreografische Prozess basiert auf einer täglichen Praxis, welche aus verschiedenen thematischen Übungen zu Form/Formlosigkeit, Bewegung/Stille, Leben/Tod besteht. Die tägliche Praxis nähert sich dem Konzept des L´instant figé an und bringt diesen in den Performance und Tanz Kontext.

(b)reaching stillness untersucht die Konditionen eines Körpers in Stille und Bewegung. Die Wahrnehmung von Zeit wird unter den Bedingungen von Stille, Slow-Motion, Beschleunigung, wie auch

Fragmentierung, Umkehrung und Wiederholung untersucht. Das Verständnis von Zeit findet eine Verkörperung, wird zu einer physischen Voraussetzung, welche dem Körper erlaubt durch die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu reisen. Es gibt keine zeitliche Chronologie, welche aufrecht erhalten werden muss.